Funken-Zuckerguss
Funken-Zuckerguss
Zuckerguss natürlich färben – drei Farben aus einer Schüssel
Zum Nachkochen
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Zutaten
- 200 g Puderzucker, gesiebt
- 2–3 EL Zitronensaft oder Wasser
- 1–2 TL Himbeer Funken für Rosa
- für Gelb: 1–2 TL Maracuja Wirbel
- für Braun: 1–2 TL Kakao Komet
Zubereitung
- Puderzucker sieben. Ungesiebt bleiben Klümpchen, die sich nicht mehr auflösen.
- Zitronensaft tropfenweise dazugeben und rühren, bis der Guss dickflüssig vom Löffel fällt. Immer weniger Flüssigkeit nehmen, als richtig aussieht.
- Den weißen Guss in drei Schälchen teilen.
- In jedes Schälchen ein bis zwei Teelöffel einer Sorte einrühren, bis die Farbe gleichmäßig ist.
- Auf vollständig ausgekühlte Plätzchen streichen. Auf warmem Gebäck läuft der Guss ab.
- Ein bis zwei Stunden trocknen lassen.
Einkaufsliste
- Flavrbloom
- 1–2 TL Himbeer Funken für Rosa
- für Gelb: 1–2 TL Maracuja Wirbel
- für Braun: 1–2 TL Kakao Komet
- Trockenware
- 200 g Puderzucker, gesiebt
- Grundbedarf hast du wahrscheinlich schon
- 2–3 EL Zitronensaft oder Wasser
Tipps und Variationen
Zu dünn geworden: Löffelweise Puderzucker nachgeben. Andersherum geht es kaum. Deshalb von Anfang an sparsam mit der Flüssigkeit.
Kräftigeres Rosa: Einen halben Teelöffel mehr Pulver, nicht mehr Flüssigkeit. Mehr Pulver macht den Guss dicker, nicht dünner. Dann einen halben Teelöffel Zitrone nach.
Zum Aufspritzen: Etwas fester anrühren, in einen Gefrierbeutel füllen und eine kleine Ecke abschneiden.
Haltbarkeit: Der Guss trocknet an der Luft und wird fest. Fertig verzierte Plätzchen erst stapeln, wenn er wirklich hart ist. Sonst kleben sie zusammen.
Auch für: Donuts, Muffins, Osterkranz, Lebkuchen. Überall dort, wo eine Glasur auf ausgekühltes Gebäck kommt.
Was schiefgehen kann
Die Glasur ist plötzlich zu flüssig: Zu viel Flüssigkeit auf einmal. Teelöffelweise zugeben. Zwischen zu fest und zu dünn liegen wenige Tropfen.
Die Glasur bleibt klumpig: Der Puderzucker war nicht gesiebt. Immer sieben. Klümpchen lösen sich später nicht mehr auf.
Die Farbe wird beim Trocknen blass: Farbpulver trocken eingestreut. Erst mit der Flüssigkeit anrühren, dann unterziehen.
Warum das funktioniert
Keine Hitze, keine Farbverluste. Das ist der Grund, warum Zuckerguss der dankbarste Fall ist. Anthocyan aus Himbeere und Cassis verliert Farbe durch lange Hitze und durch Alkalisches. Im Zuckerguss kommt beides nicht vor. Was du in der Schüssel siehst, siehst du auch am nächsten Tag auf dem Plätzchen. Kurz anrösten ja, lange mitkochen nein. Am Anfang darf es in Fett aufblühen, in einer Sauce gehört es gegen Ende hinein, bei den süßen Sorten besonders. Der ganze Abschnitt →
Die Schwierigkeit ist die Konsistenz. Zuckerguss verzeiht keine Flüssigkeit: Ein halber Teelöffel zu viel, und aus streichfähig wird dünn. Deshalb tropfenweise arbeiten: Flüssigkeit zum Puderzucker, nie umgekehrt, und immer weniger nehmen, als richtig aussieht.
Das Pulver bringt hier keine Flüssigkeit mit und das ist der Unterschied zu Saft oder Püree. Mit Saft färben heißt: Farbe und Flüssigkeit kommen zusammen, und für ein kräftiges Rosa braucht man so viel davon, dass der Guss läuft. Trockenes Pulver färbt, ohne die Rechnung zu stören. Es bindet sogar leicht.
Zitronensaft statt Wasser. Er macht den Guss beim Trocknen matter und fester, und seine Säure hält das Anthocyan im roten Bereich. Zwei Vorteile aus derselben Zutat.
Drei Farben aus einer Schüssel: Einen weißen Grundguss anrühren, dritteln, in jedes Drittel eine Sorte einrühren. Weniger Aufwand als drei Ansätze und gleichmäßiger im Ergebnis.

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