Das Zusatzstoff-Lexikon

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Zwölf echte Zutaten und ihr fein gemahlenes Pulver nebeneinander auf Leinen — von Himbeere bis Basilikum
Das Zusatzstoff-Lexikon

Wisse, was du liest.

Die Etiketten-Schule zeigt dir, worauf du achten musst. Hier findest du die Tiefe dazu: was einzelne Zusatzstoffe eigentlich sind, wofür sie eingesetzt werden und was die EU dazu vorschreibt. Filter nach Kategorie oder such direkt, tipp einen Eintrag an für Details.

Kategorie
Aromen & GeschmacksverstärkerAroma / Aromastoff
Was es ist

Ein Sammelbegriff für Stoffe, die einem Lebensmittel Geruch oder Geschmack geben oder verändern, ohne selbst zum Verzehr gedacht zu sein. Seit der EU-Aromenverordnung (EG) Nr. 1334/2008 gibt es die frühere Unterscheidung "naturidentisch" vs. "künstlich" nicht mehr – beides heißt heute einfach "Aromastoff".

Wofür eingesetzt

Um einen bestimmten Geschmack zu erzeugen oder zu verstärken, oft deutlich günstiger und stabiler als die echte Zutat.

Was zu wissen ist

Darf ein Aroma "natürlich" heißen (z. B. "natürliches Himbeeraroma"), muss es zu mindestens 95 % aus der genannten Zutat stammen und ausschließlich aus pflanzlichen, tierischen oder mikrobiologischen Ausgangsstoffen gewonnen sein (Fermentation, Destillation, Extraktion). Steht nur "Aroma" ohne Zutatennamen da, kann dahinter jede Herkunft stecken.

Woran du es erkennst

In der Zutatenliste als "Aroma" oder "natürliches Aroma" – nie mit Prozentangabe.

FarbstoffeAzofarbstoffe E 102, E 104, E 110, E 122, E 124, E 129
Was es ist

Eine Gruppe synthetisch hergestellter Farbstoffe – Tartrazin (E 102), Chinolingelb (E 104), Gelborange S (E 110), Azorubin (E 122), Cochenillerot (E 124), Allurarot (E 129).

Wofür eingesetzt

Kräftige, günstige und lichtechte Färbung – häufig in Süßwaren, Limonaden und bunten Snacks.

Was zu wissen ist

Seit dem 20. Juli 2010 schreibt die EU für jedes Produkt mit diesen Farbstoffen den Warnhinweis "kann Aktivität und Aufmerksamkeit von Kindern beeinträchtigen" vor. Manche Hersteller haben Azofarbstoffe seither durch andere Farbgeber ersetzt, um den Warnhinweis zu vermeiden.

Woran du es erkennst

Die E-Nummer selbst oder der verpflichtende Warnhinweis direkt daneben.

ÜberzugsmittelBienenwachs & Carnaubawachs E 901 / E 903
Was es ist

Zwei weitere Überzugsmittel für den gleichen Zweck wie Schellack – Bienenwachs tierischen Ursprungs, Carnaubawachs pflanzlich, gewonnen aus den Blättern der Carnaubapalme.

Wofür eingesetzt

Verleiht Gummibärchen, Kaugummi und Schokolinsen ihren Glanz und schützt vor Austrocknung. Carnaubawachs gilt als beliebte vegane Alternative zu Bienenwachs oder Schellack.

Was zu wissen ist

Wer auf tierische Zusätze achtet, findet hier den Unterschied zwischen den dreien direkt neben dem E-Nummern-Kürzel.

Woran du es erkennst

"Bienenwachs"/E 901 oder "Carnaubawachs"/E 903 in der Zutatenliste.

Verdickungs- & BindemittelCarrageen E 407
Was es ist

Ein aus Rotalgen gewonnenes Verdickungs- und Geliermittel.

Wofür eingesetzt

Bindet Wasser und gibt Cremigkeit – häufig in Milchprodukten, pflanzlichen Milchalternativen und Fertigsaucen.

Was zu wissen ist

Die EFSA bestätigte 2018 in ihrer jüngsten Bewertung die Sicherheit von Carrageen in den zugelassenen Mengen für die Allgemeinbevölkerung, ohne Höchstmengenbeschränkung. Diskutiert wird weiterhin, ob bestimmte Abbauprodukte empfindliche Personengruppen betreffen könnten – für die zugelassene Lebensmittelform gibt es dafür aktuell keinen Nachweis.

Woran du es erkennst

"Carrageen" oder E 407 in der Zutatenliste, meist bei cremigen oder gelierten Produkten.

Säuerungsmittel, Emulgatoren & StabilisatorenCitronensäure E 330
Was es ist

Ein Säuerungsmittel, das ursprünglich aus Zitrusfrüchten isoliert wurde, heute aber meist durch Fermentation von Zucker mit Schimmelpilzkulturen industriell hergestellt wird.

Wofür eingesetzt

Reguliert den Säuregrad, wirkt konservierend und hält Farben stabil – einer der meistverwendeten Zusatzstoffe überhaupt, u. a. in Marmeladen, Limonaden und Fruchtzubereitungen.

Was zu wissen ist

Gilt als unbedenklich, zugelassen ohne Höchstmengenbeschränkung.

Woran du es erkennst

"Citronensäure" oder E 330 in der Zutatenliste – meist unauffällig weit hinten, weil nur geringe Mengen nötig sind.

Verdickungs- & BindemittelGellan E 418
Was es ist

Ein durch bakterielle Fermentation gewonnenes Gelier- und Verdickungsmittel, rein pflanzlichen bzw. mikrobiellen Ursprungs.

Wofür eingesetzt

Verhindert, dass sich pflanzliche Bestandteile in Milchalternativen absetzen – in Hafer-, Mandel-, Soja- oder Kokosdrinks hält es die Mischung gleichmäßig.

Was zu wissen ist

Gilt in den zugelassenen Mengen als unbedenklich, von EFSA und FDA als sicher eingestuft.

Woran du es erkennst

"Gellan" oder E 418 in der Zutatenliste – fast immer bei pflanzlichen Milchalternativen zu finden.

SüßungsmittelGlukosesirup & Glukose-Fruktose-Sirup
Was es ist

Aus Mais- oder Weizenstärke gewonnene Zuckersirupe. Bei "Glukosesirup" liegt der Fruktose-Anteil bei maximal 5 %, bei "Glukose-Fruktose-Sirup" zwischen 5 % und 50 %. Rechtlich zählen beide als Zutat, nicht als Zusatzstoff.

Wofür eingesetzt

Süßt günstiger als Haushaltszucker und verhindert Kristallisation – genau das, was Gummibärchen, Weingummi und Bonbons ihre weiche Konsistenz gibt. Klebt zudem nicht am Verpackungspapier fest.

Was zu wissen ist

Die meisten Süßwaren werden heute mit diesen günstigeren Sirupen statt mit Rohr- oder Rübenzucker gesüßt – schmeckt am Ende trotzdem nach "Zucker", ist aber ein anderer Rohstoff mit anderem Herstellungsweg.

Woran du es erkennst

"Glukosesirup" oder "Glukose-Fruktose-Sirup" in der Zutatenliste, bei Süßwaren praktisch immer an erster oder zweiter Stelle.

Aromen & GeschmacksverstärkerGlutamat & Hefeextrakt E 621
Was es ist

Mononatriumglutamat (E 621) ist isoliertes Glutamat, ein zugelassener Zusatzstoff mit der Funktionsklasse "Geschmacksverstärker". Hefeextrakt enthält von Natur aus Glutaminsäure mit ähnlicher geschmacksverstärkender Wirkung, zählt rechtlich aber als Zutat, nicht als Zusatzstoff.

Wofür eingesetzt

Rundet Geschmack ab, verstärkt Herzhaftigkeit ("Umami") – besonders in Fertiggerichten, Brühen, Gewürzmischungen und Snacks.

Was zu wissen ist

Weil Hefeextrakt kein E-Nummer-Zusatzstoff ist, muss er nicht als "Geschmacksverstärker" ausgewiesen werden – ein Produkt kann "ohne Geschmacksverstärker" werben und trotzdem Hefeextrakt enthalten. Die Wirkung ist ähnlich, die Kennzeichnung nicht.

Woran du es erkennst

E 621 oder "Mononatriumglutamat" in der Zutatenliste; Hefeextrakt steht namentlich da, aber ohne Verstärker-Hinweis.

Säuerungsmittel, Emulgatoren & StabilisatorenLecithin E 322
Was es ist

Ein Emulgator, meist aus Sonnenblumen- oder Sojaöl gewonnen.

Wofür eingesetzt

Verbindet Wasser und Fett, die sich sonst trennen würden – z. B. in Schokolade, Backwaren und Fertigsaucen.

Was zu wissen ist

Bei Soja-Herkunft zusätzlich als Allergen kennzeichnungspflichtig.

Woran du es erkennst

"Lecithin", "Sonnenblumenlecithin" oder E 322 in der Zutatenliste.

Füll- & RieselhilfsstoffeMaltodextrin
Was es ist

Ein aus Mais-, Weizen- oder Kartoffelstärke gewonnenes, geschmacksneutrales Pulver. Rechtlich zählt es als Zutat, nicht als Zusatzstoff – braucht also keine E-Nummer.

Wofür eingesetzt

Als Trägerstoff für Aromen und als Füllstoff in Instant-Getränken, Gewürzmischungen und Fruchtpulvern. Sorgt dafür, dass die Mischung rieselfähig bleibt und sich nicht entmischt – und verlängert das Volumen, wenn die eigentliche Zutat teuer ist.

Was zu wissen ist

Ein Produkt kann als "Himbeerpulver" verkauft werden und zu einem großen Teil aus Maltodextrin bestehen, mit vergleichsweise wenig echtem Fruchtanteil plus Aroma zur Geschmacksgebung. Die Zutatenliste zeigt es – die Reihenfolge nach Menge.

Woran du es erkennst

"Maltodextrin" in der Zutatenliste, meist weit vorn bei stark gestreckten Produkten.

Verdickungs- & BindemittelModifizierte Stärke E 1400 – E 1451
Was es ist

Stärke aus Mais, Kartoffel oder Weizen, die chemisch mit Säuren oder Laugen behandelt wurde, damit sie hitze-, säure- und einfrierstabiler wird als native Stärke.

Wofür eingesetzt

Bindet und verdickt Saucen, Puddings und Suppen, hält Fruchtzubereitungen und Joghurt in Form, sorgt in Tiefkühl-Backwaren dafür, dass Feuchtigkeit im Teig bleibt, und macht Speisen nach dem Auftauen wieder cremig.

Was zu wissen ist

Wird vom Körper genauso verdaut wie unbehandelte Stärke – der Ausgangsrohstoff ist häufig gentechnisch veränderter Mais.

Woran du es erkennst

"Modifizierte Stärke" oder E 1400–E 1451 in der Zutatenliste, häufig in Fertigsaucen, Fruchtjoghurt und Tiefkühlgerichten.

Säuerungsmittel, Emulgatoren & StabilisatorenMono- und Diglyceride von Speisefettsäuren E 471
Was es ist

Einer der meistverwendeten Emulgatoren überhaupt – aus pflanzlichen Fettsäuren und Glycerin hergestellt.

Wofür eingesetzt

Hält Back- und Konditoreiwaren länger frisch, macht Speiseeis geschmeidiger und langsamer schmelzend, verbindet Fett und Wasser in Margarine, Schokolade, Säuglingsnahrung, Kakao- und Milchpulver.

Was zu wissen ist

Gilt als unbedenklich – geht in den normalen Fettstoffwechsel des Körpers ein, wie jedes andere Fett auch.

Woran du es erkennst

"Mono- und Diglyceride von Speisefettsäuren" oder E 471 in der Zutatenliste – fast immer bei Brot, Eis, Margarine und Backwaren aus industrieller Fertigung.

KonservierungsstoffeNitrit & Nitrat E 249 / E 250
Was es ist

Pökelsalze – meist Natriumnitrit (E 250), seltener Kaliumnitrit (E 249).

Wofür eingesetzt

In gepökelten Fleisch- und Wurstwaren wie Schinken, Kasseler, Salami, Wiener Würstchen oder Bockwurst: hemmt gefährliche Keime, verzögert Fettoxidation und sorgt für die appetitliche Rotfärbung sowie das typische Pökelaroma.

Was zu wissen ist

Nitrit kann sich im Körper oder beim starken Erhitzen mit bestimmten Eiweißbausteinen zu Nitrosaminen umwandeln, die im Verdacht stehen, krebserregend zu sein. Die EU hat die zulässigen Höchstmengen Ende 2023 auf Basis einer EFSA-Neubewertung deutlich gesenkt – bei den meisten Produkten um etwa die Hälfte.

Woran du es erkennst

"Nitritpökelsalz", "Natriumnitrit" oder E 249/E 250 in der Zutatenliste – praktisch immer bei rosa/rot bleibenden Fleisch- und Wurstwaren.

Säuerungsmittel, Emulgatoren & StabilisatorenPhosphate E 338–E 343, E 450–E 452
Was es ist

Eine Gruppe von Säuerungsmitteln, Schmelzsalzen und Stabilisatoren auf Phosphor-Basis.

Wofür eingesetzt

Binden Wasser, stabilisieren die Struktur, lassen Schmelzkäse gleichmäßig schmelzen und geben Cola-Getränken ihre typische Säure. Verbreitet in Wurstwaren, Schmelzkäse, Fertiggerichten, Backwaren und Softdrinks.

Was zu wissen ist

Phosphat aus Zusatzstoffen wird vom Körper fast vollständig aufgenommen – deutlich mehr als das natürlich in Obst und Gemüse gebundene Phosphat. Bei ohnehin hoher Phosphat-Zufuhr über die Ernährung ist das ein Thema, das in der Fachdiskussion immer wieder aufgegriffen wird.

Woran du es erkennst

E-Nummern zwischen E 338 und E 343 oder E 450 und E 452, teils auch als "Phosphorsäure", "Diphosphat" oder "Polyphosphat" ausgeschrieben.

Aromen & GeschmacksverstärkerRibonukleotide E 627 / E 631 / E 635
Was es ist

Dinatriumguanylat (E 627) und Dinatriuminosinat (E 631) sind Geschmacksverstärker, die oft zusammen als fertige Mischung unter E 635 auftauchen. Hergestellt entweder durch Zuckerfermentation oder aus Hefeextrakt.

Wofür eingesetzt

Wird fast immer zusammen mit Glutamat eingesetzt, weil sich beide gegenseitig verstärken – schon kleine Mengen reichen dann für einen kräftigen Umami-Geschmack. Typisch in Kartoffelchips und Snacks, Instantnudeln samt Würzmischung, Fertigsuppen und -saucen, Brühwürfeln und Tiefkühlgerichten.

Was zu wissen ist

Zugelassener Zusatzstoff, muss mit E-Nummer oder Funktionsklasse gekennzeichnet werden.

Woran du es erkennst

E 627, E 631 oder E 635 in der Zutatenliste, so gut wie immer direkt neben Glutamat (E 621) genannt.

ÜberzugsmittelSchellack E 904
Was es ist

Ein Naturharz, das von der Lackschildlaus abgesondert wird – für ein Kilogramm Schellack werden das Harz von rund 300.000 Läusen gesammelt.

Wofür eingesetzt

Gibt Süßwaren, schokoladenüberzogenen Feinbackwaren, Knabbererzeugnissen, Nüssen und Kaffeebohnen ihren Glanz und schützt vor Feuchtigkeit – "quantum satis" zugelassen, also in der jeweils technisch notwendigen Menge.

Was zu wissen ist

Weil es von einem Insekt stammt, gilt Schellack nicht als vegetarisch oder vegan – für viele überraschend, weil es auf der Packung meist nur als E 904 oder "Schellack" auftaucht, ohne dass die tierische Herkunft offensichtlich wird.

Woran du es erkennst

E 904 oder "Schellack" in der Zutatenliste, meist bei glänzenden Dragees, überzogenen Nüssen und glasierten Süßwaren.

KonservierungsstoffeSchwefeldioxid & Sulfite E 220 – E 228
Was es ist

Eine Gruppe von Konservierungsstoffen, die Verfärbung und Schimmelbildung verhindern.

Wofür eingesetzt

Vor allem beim Trocknen von Obst – getrocknete Aprikosen dürfen bis zu 2000 mg/kg enthalten. Geschwefelte Trockenfrüchte behalten ihre leuchtende Farbe, ungeschwefelte werden beim Trocknen dunkelbraun.

Was zu wissen ist

Ab einem Gehalt von mehr als 10 mg/kg oder 10 mg/l muss "Schwefeldioxid" bzw. "Sulfite" in der Zutatenliste stehen. Bei ca. 1 % der Bevölkerung, die besonders sulfit-empfindlich reagiert, kann der Verzehr Kopfschmerzen oder – bei empfindlichen Asthmatikern – stärkere Unverträglichkeitsreaktionen auslösen.

Woran du es erkennst

"Schwefeldioxid"/"Sulfite" oder E 220–E 228 in der Zutatenliste, meist bei Trockenobst, Wein und manchen Fertiggerichten. Sehr helles, gleichmäßiges Trockenobst ist fast immer geschwefelt.

Füll- & RieselhilfsstoffeSiliciumdioxid E 551
Was es ist

Synthetisch hergestelltes, reines Siliciumdioxid in extrem feiner (teils nanoskaliger) Partikelgröße.

Wofür eingesetzt

Als Rieselhilfe und Trennmittel, damit pulverförmige Produkte wie Gewürze, Instant-Suppen, Streukäse oder Instantkaffee nicht verklumpen und sich gleichmäßig dosieren lassen.

Was zu wissen ist

Die EFSA kam in ihrer aktuellen Neubewertung zu dem Schluss, dass E 551 bei derzeitiger Verwendung für keine Bevölkerungsgruppe Sicherheitsbedenken aufwirft – die feine (teils nanoskalige) Partikelgröße wird in der öffentlichen Diskussion trotzdem immer wieder thematisiert.

Woran du es erkennst

"Siliciumdioxid" oder E 551 in der Zutatenliste, meist bei Produkten, die explizit mit "rieselfähig" werben.

KonservierungsstoffeSorbinsäure & Kaliumsorbat E 200 / E 202
Was es ist

Ein Konservierungsstoff, der im Körper wie eine natürlich vorkommende Fettsäure verwertet wird.

Wofür eingesetzt

Verlängert die Haltbarkeit von Brot, Käse, Marmelade, Wurstwaren und vielen Fertiggerichten, indem es Schimmel- und Hefewachstum hemmt.

Was zu wissen ist

Gilt als gesundheitlich unbedenklich mit schwachem allergenem Potenzial; die zulässige tägliche Aufnahmemenge (ADI) liegt bei 11 mg pro Kilogramm Körpergewicht.

Woran du es erkennst

E 200, E 202 oder E 203 bzw. "Sorbinsäure"/"Kaliumsorbat" in der Zutatenliste.

SüßungsmittelSüßstoffe E 951 u. a.
Was es ist

Chemisch hergestellte oder isolierte Substanzen, die stark süßen, praktisch ohne Kalorien – Aspartam, Acesulfam K, Sucralose, Saccharin und andere.

Wofür eingesetzt

Süße ohne Zucker und ohne (nennenswerte) Kalorien, oft in "zuckerreduzierten" oder "ohne Zuckerzusatz"-Produkten.

Was zu wissen ist

Enthält ein Produkt Aspartam oder Aspartam-Acesulfam-Salz, muss laut EU-Recht der Hinweis "enthält eine Phenylalaninquelle" auf der Packung stehen – relevant für Menschen mit Phenylketonurie (PKU).

Woran du es erkennst

E-Nummern zwischen E 950 und E 969, oder Klarname wie "Aspartam", "Sucralose".

Verdickungs- & BindemittelXanthan E 415
Was es ist

Ein durch bakterielle Fermentation von Zucker gewonnenes Verdickungsmittel.

Wofür eingesetzt

Bindet und verdickt schon in kleinen Mengen – von Salatdressings bis zu glutenfreiem Gebäck, wo es die Bindefunktion von Gluten teilweise ersetzt.

Was zu wissen ist

Von der EFSA neu bewertet; kein klassischer ADI-Wert nötig, da die vorliegenden Daten keine Sicherheitsbedenken bei den zugelassenen Mengen ergaben.

Woran du es erkennst

"Xanthan" oder "Xanthan Gum" bzw. E 415 in der Zutatenliste.

SüßungsmittelZuckeraustauschstoffe (Polyole)
Was es ist

Zuckeralkohole, die süßen, aber langsamer verstoffwechselt werden als Zucker – Sorbit, Xylit, Erythrit, Maltit.

Wofür eingesetzt

Zuckerersatz mit weniger Kalorien, oft in "zahnfreundlichen" oder "zuckerreduzierten" Süßwaren und Kaugummis.

Was zu wissen ist

Machen Polyole mehr als 10 % des Produkts aus, muss laut EU-Recht der Warnhinweis "kann bei übermäßigem Verzehr abführend wirken" auf der Packung stehen – das betrifft Zuckeralkohole, nicht Süßstoffe wie Aspartam oder Stevia.

Woran du es erkennst

Namen, die auf "-it" enden (Sorbit, Xylit, Erythrit, Maltit), meist mit dem Warnhinweis direkt daneben.

Alle Angaben nach bestem Wissen recherchiert (Stand 17.07.2026) und ohne eigene Wertung, keine Aussage darüber, ob ein Stoff „gut“ oder „schlecht“ ist, nur was er ist und was die EU dazu vorschreibt.

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